Oma schiebt den Teigling bei 200 Grad in den Ofen, dadurch bildet sich außen rasach eine Kruste. Nach etwa 15 Minuten regelt sie den Ofen auf 150 Grad herunter. Jetzt kann der Stollen langsam durchbacken. Die Kruste hält die Feuchtigkeit innen und bewahrt den Stollen davor, innen knochentrocken zu werden.
Wenn der Stollen aus dem Ofen kommt, wird er zweimal eingebuttert. Beim zweiten Mal streut Oma gleich eine dicke Schicht Puderzucker auf den Stollen. So hält der Zucker richtig gut und der Stollen krümelt weniger.
Omas Stollen wiegen etwa 1,5 Kilogramm. Es ist zwar richtige Knochenarbeit, den Teig zu kneten, aber der Stollen hält so viel besser die Feuchtigkeit. Er bleibt über die gesamten Adventswochen und auch danach saftig und trocknet nicht aus.
Gut und luftdicht abgedeckt, kühl und dunkel gelagert hält er sich auch angeschnitten mehrere Wochen. Allerdings sollte er vor dem ersten Anschnitt auch einige Tage, besser zwei Wochen lagern. Unsere Stollen genießen wir manches Jahr noch im Februar.