Artischocken – Gemüse der Eleganz

Artischocken, Foto: Madame RenardUrzeitmenschen aßen den Kopf der Diestelpflanze. Beim französischen Landadel galten Artischocken als Zeichen für Eleganz und Reichtum. Heute kommen zwei Arten der aus Nordafrika stammenden Zucht auf den Tisch.

Diestelblüte roh oder gekocht

Die seltenere der beiden ist die Kardone. Die kleine, violette Züchtung wächst in der Gegend um Lyon, im südwestlichen Frankreich. Die jungen und besonders zarten Blütenstände kommen dort auch roh in den Salat.

In der Bretagne gedeiht die größere und bekanntere der beiden Züchtungen: die artichauts. Sie treibt grüne Blütenstände mit fleischigen Blättern, die geerntet werden. Die Artischocke landet gekocht auf dem Teller.

Artischocken

Artichauts – gesund und hinterhältig

Die Frucht eroberte vermutlich im 16. Jahrhundert von Sizilien aus über die Toskana die Provence und dann ganz Frankreich. Die Franzosen entdeckten aber erst im 18. Jahrhundert die schmackhaften Eigenschaften der artichauts. Sie lieben sie in Cidre gekocht: Les artichauts braisés au Cidre 

Wer sie isst, soll seiner Leber und seiner Galle etwas gesundes tun. Aber Vorsicht: Gekocht ist sie nur einen Tag im Kühlschrank haltbar, danach bildet sie Giftstoffe aus.

Artischocken, Foto: Madame Renard

 

Fotos: Madame Renard

 

 

Über Madame Renard

Ich bin Juliane Fuchs. Zu einem perfekten Tag gehört für mich gut essen und schreiben. Seit Sommer 2015 betreibt mein Mann das „La Bouche“, ein französisches Restaurant in der schönen Schweriner Altstadt. Dazu gibt es auf diesem Blog Rezepte und Gastro-Geschichten.

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