Beerenliebe: Cremet aux baies rouges

Erdbeercreme, Foto: Madame Renard

Nass, kalt und windig kommt die Vorweihnachtszeit zu uns. Es ist an der Zeit, den Sommer noch einmal kurz auf den Teller zu bringen: Hier ist meine Beerenliebe. Erst danach dürfen all die festlich-süßen französischen Leckereien die Adventszeit einläuten.

Eigentlich ist das ein Erdbeersommertraum – cremig und leicht – aber um frische Beeren mache ich außerhalb der Saison lieber einen Bogen. Also müssen die eingefrorenen Früchte ihren Winterschlaf beenden. 

Meine große Liebe gehört den Erdbeeren aus dem Tiefkühlschrank meiner Eltern, ich pflege aber auch eine (eher heimliche) Beziehung mit den Himbeeren aus dem Supermarkt-Froster. (Mit ein wenig Puderzucker passen sich die frechen Früchtchen optisch auch wieder romantisch  an die theoretisch bevorstehende schneelastige Zeit an.)

Erdbeercreme, Foto: Madame Renard

Erdbeercreme, Foto: Madame Renard

Liebe geht durch den Magen, ob beerig oder cremig, aber die Creme ist ein echter Geheimtipp. Sie benötigt wenig Aufmerksamkeit, fordert aber etwas Zeit, Hingabe und vor allem viel freien Platz im Kühlschrank sowie etwas Konstruktionsgeschick.

Die Creme ist etwas fester als die ursprüngliche Variante. Ich kann sie Euch aber empfehlen, frisch aus dem Kühlschrank zum Kaffee, zum Nachtisch oder einfach so zwischendurch.

Manchmal muss es eben einfach nur süß und mächtig sein.

Ja, ich oute mich an dieser Stelle als Leckermaul: Mir schmeckt die Creme auch ohne den ganzen Beere-Firlefanz. Deshalb finde ich, dass dieses Joghurt-Creme-frêche-Rezept zur Not auch ohne Früchte super in den November passt.

Bei knisterndem Kaminfeuer eingekuschelt in eine warme Decke ist diese Leckerei ein Genuss.

Und versprochen: In den nächsten Wochen widme ich mich dann speziell den französischen Köstlichkeiten, Klassikern und vor allem süßen Genüssen, die uns in der vorweihnachtlichen Zeit erste festliche Genüssen bescheren.

Mir fallen so viele Sachen ein, die ich Euch unbedingt zeigen möchte.

Ich freu mich schon…

Es lebe die Gaumenfreude! 

Cremet aux baies rouges
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Zutaten
  1. Für die Creme
  2. 1 Vanilleschote
  3. 500 Gramm Vollmilchjoghurt
  4. 150 Gramm Crème fraîche
  5. 25 Gramm Puderzucker
Für die Beeren und zum Garnieren
  1. 350 Gramm Erdbeeren oder sonstige Beeren
  2. 1 1/2 Teelöffel Puderzucker
  3. 1 Esslöffel frisch gepresster Zitronensaft
  4. 300 Gramm frische Beeren zum Anrichten
  5. Kräuterblättchen zum Garnieren (Minze, Basilikum, Melisse)
  6. Außerdem ein Baumwolltuch (Geschirrtuch, Windel, etc.)
Zubereitung
  1. Die Vanilleschote aufschlitzen und das Mark heraus kratzen. Die schwarze Masse mit dem Joghurt und Creme fraîche sowie dem Puderzucker glatt rühren. Dann das Tuch in ein Sieb setzen, die weiße Masse hinein geben und das Sieb auf eine Schüssel heben. Die Flüssigkeit muss abtropfen können. Das Ganze mindestens vier Stunden in den Kühlschrank stellen.
  2. Jetzt zur Beerensoße: 350 Gramm Beeren verlesen, waschen und klein schneiden. Puderzucker und Zitronensaft dazu geben und alles pürieren. Bei Bedarf die Masse noch einmal durch ein Sieb passieren.
  3. Auch die restlichen Beeren zum Anrichten bereit machen, also waschen, verlesen und putzen.
  4. Nach vier Stunden die fest gewordene Creme aus dem Tuch nehmen. Mit zwei Esslöffeln kann man sie nun auf die Teller formen. Alternativ könnt Ihr auch Plätzchen-Ausstechformen verwenden. Die Creme ist so fest, dass sie auch ohne Form "in Form" bleibt.
  5. Daneben die Soße und die Beeren nett auf den Tellern anrichten, Puderzucker drüber streuen und ein Kräuterblättchen zum Garnieren anrichten. Et voìla...
Madame Renard http://madamerenard.de/
(Inspiriert von einem Rezept aus „Meine fabelhafte Bistro-Küche“ von Anne-Katrin Weber.) 

Fotos: Madame Renard

Über Madame Renard

Ich bin Juliane Fuchs. Zu einem perfekten Tag gehört für mich gut essen und schreiben. Seit Sommer 2015 betreibt mein Mann das „La Bouche“, ein französisches Restaurant in der schönen Schweriner Altstadt. Dazu gibt es auf diesem Blog Rezepte und Gastro-Geschichten.

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